
Am 11. April, wenige Tage vor der offiziellen Staatenkonferenz zum Sudan, veranstaltet die BSV- Partnerorganisation Bana Group for Peace and Development in Kooperation mit zahlreichen anderen Organisationen eine Konferenz, um sudanesische Stimmen verschiedener Hintergründe in den Mittelpunkt der politischen Diskussion zu rücken. Sie schreiben:
„Der Krieg im Sudan kann nicht allein auf eine humanitäre Notlage reduziert werden. Es handelt sich um eine politische Krise, die durch Machtkämpfe, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und internationale Interessen geprägt ist. Leidtragende ist die Zivilbevölkerung“: Überlebende der Kriegskämpfe, der ethnisch fokussierten Massaker, des Hungers, der sexualisierten Kriegsgewalt, der Vertreibung, der politischen Verfolgung.
Die Stimmen und Perspektiven dieser Menschen sollen im Mittelpunkt des Tages stehen. Es sollen die Treiber dieses Krieges analysiert werden, darunter die politische Macht des Militärs im Land, die durch jahrzehntelange Straffreiheit gestärkt ist, Dynamiken von Hassrede und gesellschaftlicher Marginalisierung, aber auch die Rolle von Ressourcen und Waffenhandel, und die Interessen internationaler Akteure. Auf dieser Grundlage wird es erst möglich, dekoloniale Strategien von Solidarität gemeinsam zu entwickeln.