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Hintergrund- und Diskussionspapier Nr. 83:
Soziale Verteidigung. Dokumentation der Jahrestagung 12.-14. Mai 2023 in Hannover
Hrsg. Bund für Soziale Verteidigung, August 2023, 82 Seiten, ISSN 1439-2011, 9 Euro Print (pdf kostenlos)
Dieses Hintergrundpapier ist die Dokumentation einer Tagung des Bund für Soziale Verteidigung vom Mai 2023. Nachdem es viele Jahre eher still geworden war um Soziale Verteidigung, ist das Interesse an dieser Alternative zu militärischer Verteidigung seit dem russischen Angriff auf die Ukraine stark gestiegen. Der Bund für Soziale Verteidigung, einer der Initiatoren der Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“, hat deshalb dieses Jahr zusammen mit der Kampagne schon das zweite Mal in Folge eine Tagung zu diesem Thema durchgeführt.
Die Tagung begann am Freitag-Abend mit einem Vortrag von Barbara Müller zu Sozialer Verteidigung, gefolgt von einem Panel von drei jüngeren Aktivist*innen, Tobias Pastoors, Elise Kopper und Nele Anslinger, unter der Frage, „Gegen wen und was wollen wir uns eigentlich verteidigen?“.
Am nächsten Morgen folgte ein Vortrag von Julia Nennstiel zur Anpassung des Konzepts der Sozialen Verteidigung an das 21. Jahrhundert, und der Nachmittag wurde eingeleitet durch einen Online-Vortrag von Felip Daza zum Zivilen Widerstand in der Ukraine.
Dazwischen gab es am Samstag-Vormittag und Nachmittag zwei Runden von Arbeitsgruppen. Die erste Runde befasste sich mit historischen Beispielen – Dänemark im 2. Weltkrieg (Renate Wanie), der Ruhrkampf 1923 (Barbara Müller), Finnland 1905 (Outi Arajärvi) und eine AG zu Erfolgen und Niederlagen von zivilen Aufständen (Zusammenfassung der Forschungsergebnisse von Erica Chenoweth durch Jan Stehn).
Die zweite Runde am Nachmittag drehte sich um Möglichkeiten, wie Soziale Verteidigung bekannter gemacht und durchgesetzt werden kann. Dazu gehörtem ein „Stresstest“, wie Gegenargumenten begegnet werden könnte (Tobias Pastoors), Vorstellung eines Pilotprojektes im Wendland (Jochen Neumann) und Soziale Verteidigung intersektional gedacht (David Scheuing).
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
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