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Die Lage der Avá-Guaraní und der Paĩ-Tavytera in Nord-Ostparaguay

Artikelnummer: HuD62 Kategorie:

1,50 


Hintergrund- und Diskussionspapier Nr. 62:
Die Lage der Avá-Guaraní und der Paĩ-Tavyteera in Nord-Ostparaguay

Hrsg. Bund für Soziale Verteidigung, November 2018, 15 Seiten, ISSN 1439-2011, 1.50 Euro

Im 19. und 20. Jahrhundert kam es in Paraguay zu Zwangsumsiedlungen von größeren Teilen der indigenen Bevölkerung. Der Staat verkaufte dann ihr Land, unter anderem, um die Schulden eines vorhergegangenen Krieges zu begleichen. Erst ab den 1980er Jahren gab es das erste Mal eine rechtliche Verbesserung der Situation der Indigenen, die ihnen beispielsweise erlaubte, Land zurückzuerhalten, auf dem sich Heiligtümer befanden. Doch die Natur in den fraglichen Gebieten ist inzwischen durch vorangegangene landwirtschaftliche Nutzung oft in schlechtem Zustand und korrupte Landvermesser*innen und Richter*innen benachteiligen die Indigenen bei Landrückgabeverfahren. Teilweise kommt es sogar weiterhin zu rechtswidrigen und gewaltvollen Zwangsräumungen durch die paraguayische Polizei, etwa im Zuge des Baus eines ökonomisch wichtigen Wasserkraftwerks. Auch die Berichterstattung in den Medien stellt die Indigenen für gewöhnlich in einem negativen Licht dar.

Besonders betroffen von diesen Problemen sind die beiden Gruppen der Avá-Guaraní und der Pai-Tavytera, beides Untergruppen der Ethnie der Guaraní, die mehrfach ohne Entschädigung umgesiedelt wurden. Eine Folge: die hohe Suizidrate unter den jungen Guaraní.

Wie könnten nun Methoden der Zivilen Konfliktbearbeitung helfen, die Situation zu verbessern und einer Lösung der Konflikte näherzukommen? Als Elemente werden genannt: internationale Aufmerksamkeit wecken, Empowerment der Betroffenen durch Trainings, Schutzbegleitung und Dialogförderung.

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