Ziviles Peacekeeping

Mitarbeiter*innen von NP beobachten eine Zeremonie zum Schluss eines regionalen Friedensabkommens im Südsudan, das dank ihrer Vermittlung zustandegekommen war.

Menschen schützen ohne Waffen!

In bewaffneten Konflikten leidet die Zivilbevölkerung am meisten unter der Gewalt. Ziviles Peacekeeping ist der Schutz von Menschen vor Gewalt in Konfliktsituationen durch unbewaffnete Zivilist*innen, sog. „zivile PeacekeeperInnen“ bzw. Friedensfachkräfte oder Freiwillige.

Diese Zivilist*innen sind vor Ort präsent und wenden vielfältige Instrumente an, Gewalt zu verhindern oder Menschen vor den Auswirkungen solcher Gewalt zu bewahren.

Ziviles Peacekeeping hat seine Wurzeln im indischen Unabhängigkeitskampf (Gandhis Idee einer „Friedensarmee“). Es wird heute von Nichtregierungsorganisationen (NROs), aber gelegentlich auch von staatlichen Organisationen (z.B. OSZE) praktiziert. So setzt die NRO Nonviolent Peaceforce seit fünfzehn Jahren ziviles Peacekeeping erfolgreich in Bürgerkriegsgebieten u.a. in den Philippinen und im Südsudan ein.

Informationsmaterialien zum Thema Ziviles Peacekeeping

.

Bücher und Zeitschriften:

Dossier: Ziviles Peacekeeping - Menschen wirksam schützen ohne Drohung oder Gewalt

Eines der am schwersten auszuräumenden Denkmuster ist, dass es Situationen gebe, in denen »nur noch Gewalt hilft«. In dem Dossier »Ziviles Peacekeeping ‑ Menschen wirksam schützen ohne Drohung oder Gewalt« der Friedensforscherinnen Ellen Furnari, Rachel Julian und Christine Schweitzer geht es um eine gewaltfreie Alternative zu Militäreinsätzen. Ziviles Peacekeeping ist ein Ansatz, Menschen in bewaffneten Konflikten gewaltfrei, ohne Waffen und durch andere Zivilist*innen zu schützen. In dem Dossier wird dargestellt, was Ziviles Peacekeeping ist, wie es funktioniert, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse über seine Wirkungen vorliegen und welche politische Akzeptanz es bislang erfahren hat.
Das Heft ist als Beilage zur Zeitschrift Wissenschaft & Frieden 4/2016 erschienen. Es kann bei uns für 2,- Euro zuz. Portokosten bestellt werden.

Hier geht es zu einer PDF des Dossiers:

 

"Wielding Nonviolence in the Midst of Violence: Case Studies of Good Practices in Unarmed Civilian Protection"

ist der Titel desenglischsprachigen Buches, das von der amerikanischen Expertin EllenFurnari in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedensarbeit undgewaltfreie Konfliktaustragung herausgegeben wurde. Es ist im Mai 2016 erschienen. Die AutorInnen des Buches haben sich mit Fallbeispielen ausvier Ländern beschäftigt: Kolumbien, Palästina-Israel, Philippinen undSüdsudan. Sie beschreiben die Arbeit verschiedener Organisationen, diesich um den Schutz von AktivistInnen und Zivilbevölkerung bemühen undziehen Schlussfolgerungen darüber, wie und wann Ziviles Peacekeeping funktioniert.
Ellen Furnari (ed), Wielding Nonviolence in the Midst of Violence: CaseStudies of Good Practices in Unarmed Civilian Protection, BoD, Norderstedt, ISBN 978-3-8370-9651-4, 332 S.

Hier geht es zu einer Zusammenfassung der Studie:

.

Peace Review - Ausgabe zu Unarmed Civilian Protection

Eine 2015 erschienene Ausgabe des amerikanischen Journals „Peace Review – A Journal of Social Justice“ (Hrsg: Universität San Francisco) beschäftigt sich mit dem Thema „Ziviles Peacekeeping“. Auf ca.70 Seiten schreiben verschiedene FriedensforscherInnen und Mitarbeitende aus unterschiedlichen Organisationen über ihre Forschungsergebnisse oder praktische Erfahrungen auf dem Gebiet des Zivilen Peacekeepings. Herausgeberinnen dieser Ausgabe sind Rachel Julian und Christine Schweitzer. Da die Zeitschrift nur auf Englisch erhältlich und nicht kostenfrei ist, hat Outi Arajärvi, Vorstandsmitglied bei Nonviolent Peaceforce und beim Bund für Soziale Verteidigung, eine ausführliche Besprechung angefertigt, die einen Eindruck von dem Inhalt dieser Publikation gibt. Die Besprechung kann hier heruntergeladen werden.

Outi Arajärvi hat den Band ausführlich besprochen:

Video über Gewaltprävention in New York

13.05.2020
Gruppenfoto von dem Workshop von Nonviolent Peaceforce, an dem K Bain teilnahm. (C) C. Schweitzer
Die US-amerikanische Organisation Cure Violence verhindert Gewalt in sozialen Brennpunkten in verschiedenen Städten. Ihre Streetworker*innen, die selbst aus dem Milieu stammen, in dem sie dann arbeiten, und dadurch das Vertrauen ihrer Nachbar*innen genießen, helfen bei der Bearbeitung von Konflikten und stoppen Gewalt. Sie nennen sich "Gewalt-Unterbrecher". Dieses Video berichtet über ihre Arbeit in New York: <tt> https://www.bloomberg.com/news/videos/2020-02-05/the-fight-against-gun-violence-in-nyc-video </tt> K Bain, über den dieser Film u.a. handelt, war im letzten Jahr bei...Weiterlesen

Gute Praxis im Zivilen Peacekeeping

13.05.2020
Nonviolent Peaceforce hat einen Prozess begonnen, bei dem es darum geht, "gute Praktiken" (good practices" im Feld des unbewaffneten zivilen Schutzes von Menschen in Krieg und Krisen zu dokumentieren. Nach der im IFGK erschienenen Studie " Wielding Nonviolence ", hrsg. von Ellen Furnari, sind insgesamt sechs regionale Workshops geplant. Der erste dieser Workshops fand im Dezember 2017 in Manila statt, der zweite im Juni 2018 in Beirut, der dritte im November 2018 in Nairobi, der vierte im November 2019 bei Minneapolis und der letzte im Februar 2020 in Kolumbien. Vertreter*innen verschiedener...Weiterlesen

Nonviolent Peaceforce hat eine neue Vorsitzende

04.06.2018
Nonviolent Peaceforce hat eine neue Vorsitzende: Lucy Nusseibey aus England/Palästina. Sie ist schon seit vielen Jahren mit Nonviolent Peaceforce verbunden. Hier geht es zu mehr Infos über den Vorstand von NP: http://www.nonviolentpeaceforce.org/background/people/2014-06-04-14-32-6Weiterlesen