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online IFGK-Studientag

am 7. März 2026 ONLINE

Für die beiden englischen Vorträge wird es eine sinngemäße Übersetzung im Chat geben

Ablauf

09.40 Ankommen, Kennenlernen

Ca. 10.00 Prof. Dr. Brian Martin
Defence against disinformation (online, EN, mit Chat-Übersetzung bei Bedarf)
Aggressors or usurpers regularly lie about their intentions and actions. However, little of the writing on social defence deals systematically with disinformation, and there are new dimensions with the advent of social media, deepfakes and AI-assisted messaging. Defence against disinformation can include training in evaluating claims, learning about the psychology of belief, and fostering community solidarity.

11.00 Pause

11.15 Wilhelm Nolte
Autonome Städteverteidigung: Potenziale und Grenzen gewaltfreien Widerstands
Der Vortrag beleuchtet das Potenzial Sozialer Verteidigung als gewaltfreie Alternative zur militärischen Landesverteidigung. Während im sicherheitspolitischen Diskurs die nicht-militärische Verteidigung fast verstummt ist, fragen aktuelle Initiativen erneut nach ihrer Wirksamkeit: Kann autonome, gewaltfreie Städteverteidigung dort schützen, wo militärische Mittel versagen – gerade angesichts nuklearer Bedrohungen? Der Beitrag diskutiert historische Linien, aktuelle Forschung und die zentrale Frage: Muss Soziale Verteidigung „kriegstüchtig“ werden?

12.30 Mittagspause

13.45 Kevin Kaisig

Gewaltfreie Verteidigung von Land und Natur – am Beispiel der Kadar in Indien

Indigene Bevölkerungen weltweit sehen sich Vertreibung und Unterdrückung ausgesetzt. Die Kadar in Südindien zählen mit eine Gesamtbevölkerungszahl von knapp 2.000 Angehörigen zu den besonders gefährdeten Gruppen. Sie leben verstreut im Gebirge der Westghats. Welche Chance, könnte man meinen, haben diese Bevölkerungen gegen die Wirtschaftsinteressen und Staatsstrukturen der sogenannten Moderne? Das in diesem Vortrag präsentierte Beispiel einer kleinen Kadar-Gemeinschaft zeigt, wie 23 Familien ihr Land gewaltfrei verteidigen und damit nicht nur ihre Identität, sondern auch Räume nachhaltiger Beziehungen zwischen Mensch und Natur erhalten.

15.00 Pause

15.15 Anna Maria Filippova (EN)

This report examines the experiences of Russian men who refused to serve in the war against Ukraine and sought protection in Germany by taking refuge in churches. For many of these men, church asylum in Germany became a last resort to ensure their safety and dignity amid restrictive asylum laws and the Dublin Regulation.
The study is based on four semi-structured interviews: two with asylum seekers who stayed in church asylum, one with a hosting pastor and one with an NGO worker.

16.30 Abschlussgespräch
17.00 Ende

Anmeldung bitte per Email ausschließlich an:
Christine Schweitzer: CSChweitzerIFGK@aol.com

Die Teilnahme ist kostenfrei.