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3. November 2026, ,

Gen Z regelt: Gewaltfreiheit stärkt berechtigten Protest

Von Grunpfnul – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=202556050

Mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, ein bezahlbares Leben, gerechte Lastenverteilung, Klimaschutz, Grundrechte und keine Wehrpflicht: Dafür mobilisierte „Gen Z regelt“ am 31. Oktober. Aus Sicht des BSV sind das berechtigte Anliegen, die politische Antworten verdienen.

Die AfD beklagt politisches Versagen gegenüber Linksextremismus. Die überwiegend friedlichen Proteste werden durch Gewalttaten einzelner Ausreißer jedoch nicht illegitim. Mehrere Ausschreitungen folgten erst nach Demo-Ende; die Initiative lehnt Gewalt ab.

Mehrere Politiker*innen sprachen zudem davon, dass die Gewalt von einem „migrantischen Milieu“ ausgeübt worden sei. Diese Formulierung bestärkt ein rassistisches Narrativ, das ganze Gesellschaftsgruppen durch Pauschalisierungen unter Generalverdacht stellt. Solche Zuschreibungen nähren Debatten über vermeintliche Integrationsdefizite und stellen Gewalt als kulturell bedingt dar. Sie müssen daher klar kritisiert und verurteilt werden.

Gerade hier zeigt sich die strategische Bedeutung von Gewaltfreiheit. Die Politikwissenschaftlerin Erica Chenoweth betont breite Beteiligung, Organisation und gewaltfreie Disziplin als Erfolgsbedingungen von Widerstand. Angriffe gefährden Menschen, können Unterstützer*innen abschrecken und erleichtern es Gegnern, soziale Forderungen als Sicherheitsproblem umzudeuten. Was sich als Entschlossenheit anfühlt, kann so die gemeinsame Durchsetzungskraft schwächen.

Für den BSV folgt daraus: Gewaltfreiheit vorbereiten – mit Aktionsabsprachen, Trainings und breiten Bündnissen. Streiks, Boykotte und ziviler Ungehorsam schaffen Druck. Diese organisierte Handlungsfähigkeit trägt auch Soziale Verteidigung.